MOND - Migrantenorganisationen Netzwerk für Demokratie

Demokratie fördern, Partizipation stärken – und gegen Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie und Diskriminierung wirken: Darum geht es im Projekt MOND, das KUBI seit April 2020 umsetzt.

Ziel ist es, migrantische Vereine und Organisationen in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet strukturell zu vernetzen. Miteinander, aber auch mit bestehenden Strukturen und Institutionen in der Stadt und in den Stadtteilen. So entsteht ein breites Bündnis für die Demokratie und für den Kampf gegen Extremismus.

KUBI nutzt seine guten und langjährigen Verbindungen zu migrantischen Communities und fördert deren Vernetzung im Sinne der Vermittlung demokratischer Grundwerte und Prinzipien.

In Schulungen, Workshops und Veranstaltungsreihen thematisieren wir Fragen rund um Demokratie, Grundgesetz, demokratische Partizipationsmöglichkeiten, Gleichberechtigung und Diskriminierung. Wir motivieren die Teilnehmer*innen, sich für Demokratie einzusetzen. Zudem bereiten wir eine Kampagne gegen Rassismus vor.

Wichtiger Bestandteil des Programms: die Multiplikator*innen-Ausbildung mit zertifiziertem Abschluss.

Partizipativer Ansatz: Schulungen, Workshops, Veranstaltungen

Im ersten Schritte laden wir Vertreter*innen von migrantischen Vereinen und Organisationen ein, sammeln Themen, die ihnen wichtig sind, und entwickeln mit ihnen gemeinsam ein Schulungskonzept zur Ausbildung von Multiplikator*innen (mit Zertifikat bei erfolgreicher Teilnahme). Partizipation wird im Projekt MOND also von Anfang an gelebt.

Multiplikator*innen ausbilden und Vernetzung vorantreiben

Im zweiten Schritt binden wir sie als Multiplikator*innen ein, um ihrerseits demokratische Grundwerte in ihre Communities weiterzuvermitteln und die Projektidee weiterzutragen - etwa durch die Organisation eigener Veranstaltungen, an denen beispielweise ihre Vereinsmitglieder teilnehmen.

Darüber hinaus – und auch dies ist ein wichtiger innovativer Ansatz – werden sie als Multiplikator*innen ihre bestehenden Kontakte etwa in ihren Stadtteilen nutzen, um weitere Initiativen und Vereine in das Projekt miteinzubeziehen.

Nach dem Schneeballprinzip sollen so immer mehr Vereine und Organisationen erreicht und zur Mitwirkung motiviert werden. Neben der Vermittlung demokratischer Werte wird zusätzlich eine Kampagne gegen Rassismus und Diskriminierung vorbereitet.

Großes Potenzial

Es gibt derzeit mindestens 380 migrantische Vereine und Organisationen in Frankfurt sowie schätzungsweise rund 1.000 im gesamten Rhein Main Gebiet, die dementsprechend sehr viele Menschen erreichen. Sie können enorm dazu beitragen, demokratische Werte und Prinzipien in die Gesellschaft zu vermitteln und Menschen für ihren Einsatz gegen antidemokratische Entwicklungen zu aktivieren.

Beirat und wissenschaftliche Begleitung

Ein Beirat, bestehend aus Mitgliedern aus Politik, Pädagogik, Kultur, Wissenschaft, Medien und Gesellschaft, wird das Projekt und seine Weiterentwicklung unterstützen. Die Mitglieder sind unten aufgelistet.

Beiratsmitglieder

  • Fuhrmann, Michaela Jüdische Gemeinde Frankfurt, Leiterin für politische Kommunikation und Öffentlichkeit, Vorstandsreferentin
  • Heesemann, Diether Rat der Religionen
  • Merle, Prof. Dr. Johann Wolfgang Goethe-Universität
  • Köksal, Gürsel Journalist
  • Kurt, Fuat ehem. Ditib Vors. Hessen
  • Rudolf, Prof. Dr. Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • Mendel, Meron Direktor der Bildungsstätte Anne Frank
  • Onyele, Kelechi TV Presenter, HR Fernsehen, Autor, Speaker/Coach
  • Paulsen, Uwe Die Grünen im Römer, Integrationspolitischer Sprecher
  • Petković, Jasmina Vorsitzende des Landesmigrationsausschusses ver.di Hessen
  • Siegler, Stefan Stadtverordnetenvorsteher Frankfurt
  • Sönmez, Saadet DIE LINKE. Fraktion im Hessischen Landtag
  • Wangenheim, Stefan von FDP Frankfurt, Integrationspolitischer Sprecher
  • Weber, Sylvia Integrations- und Bildungsdezernentin Stadt Frankfurt
  • Yüksel, Turgut MdL, SPD Landtagsfraktion Hessen
  • Zimmermann-Freitag, Michael Reg. Geschäftsführer des Paritätischen Hessen

Laufzeit des Projekts: bis Ende 2022

Das Projekt wird gefördert durch das Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ des Hessischen Informations- und Kompetenzzentrums gegen Extremismus (HKE), das im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport angesiedelt ist. Darüber hinaus ist das Projekt im Aktionsplan der Stadt Frankfurt „Frankfurt gegen Rassismus!“ verankert.

Weitere Informationen: www.hke.hessen.de

Hessen         Stadt Frankfurt

 

Medienpartner

          Frankfurter Rundschau              Toplum  

                      E Gazete            Metropol            49

Projektstandort

KUBI-Geschäftsstelle

Ort:
Hanauer Landstraße 182, Eingang A
60314
Frankfurt am Main
Opening Hours
Mo. - Fr. 9:00 bis 17:00 Uhr
Ansprechpartner/-in

Anna Latsch

Politologin / Stellvertretende Geschäftsführerin
Telephone
069 87 00 258-72
Email
latsch@kubi.info

Standort: KUBI-Geschäftsstelle, 5. OG, Hanauer Landstr. 182A, 60314 Frankfurt am Main

Ansprechpartner/-in

Gelincik Tuzcu

Politikwissenschaftlerin
Telephone
069 / 87 00 258-78
Email
tuzcu@kubi.info